Im Jakob-Kaiser-Haus, dem Gebäude für die Bundestagsabgeordneten und ihre Mitarbeiter, wird umgebaut. In den Räumen der Unions-Pressestelle reißen Handwerker dieser Tage Wände heraus, aus den kleinen Büros soll ein großes werden. Fraktionschef Ralph Brinkhaus will einen Newsroom schaffen, in dem ein Medienteam die Arbeit seiner Abgeordneten choreografiert. Eine Mannschaft, die berichtet, erklärt, einordnet. Ganz so, als wäre sie eine kleine Redakteurstruppe.

Der Trend zum Newsroom durchzieht derzeit Parteien und Fraktionen, auch Ministerien bauen sich Schaltzentralen mit TV-Studios und Multimediaecken. Eine "Hochrüstung im Inszenierungsgeschäft" nennt es der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, von einer überfälligen Professionalisierung sprechen dagegen die politischen Strategen: Es gelte, neben der klassischen Pressearbeit den Dialog mit dem Bürger zu stärken und das Internet besser zu beobachten.

Alles ganz harmlos, so der Tenor.

Nur ist der Newsroom eben auch ein wunderbares PR-Instrument,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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