Die Feinde der Europäischen Union greifen das Bündnis derzeit von zwei Seiten an. Im Westen wird der Brexit wohl kein würdevoller Abschied, sondern ein Herausstolpern. Im Osten höhlen gleich drei Länder den Kern europäischer Werte aus: Polen, Ungarn und Rumänien.

Die postkommunistische Regierung in Bukarest maßschneidert sich ein Rechtssystem, um korrupte Politiker in den eigenen Reihen zu schützen. Mit diesen "Reformen" gehe Rumänien rechtsstaatlich sogar hinter die Standards zurück, die vor seinem EU-Beitritt 2007 galten, warnt ein Brüsseler Report. Ausgerechnet dieses Land wird am 1. Januar den EU-Ratsvorsitz übernehmen.

In Ungarn kontrolliert Premier Viktor Orbán Medien und Staatsapparat bis in die kleinste Verästelung. Eine vergangene Woche verabschiedete Justizreform gibt ihm auch noch Kontrolle über die Verwaltungsgerichte. Nun regt sich Widerstand. Seit Wochen protestieren Zehntausende, anfangs ging es nur um ein Gesetz, das die zulässige Überstundenzahl pro Jahr massiv erhöht. Doch

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 52/2018.
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