Zu Beginn dieser Woche hatte ich das, was wir Journalisten einen Scoop nennen. Anhand von Verkaufsunterlagen konnte ich offenlegen, dass die DuMont Mediengruppe ihr gesamtes Zeitungsgeschäft verscherbeln will: vom "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" über die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier" bis zur "Hamburger Morgenpost" und der "Mitteldeutschen Zeitung". 

Veröffentlicht habe ich das zunächst online bei "Horizont+". "Horizont" ist die Fachzeitung, für die ich arbeite, wenn ich nicht gerade mit dieser Kolumne zugange bin. Da außer mir kein anderer Journalist wusste, was in den Verkaufsunterlagen steht, blieb anderen Medien gar nichts anderes übrig, als sich auf meinen Artikel zu berufen. Journalistisch freut einen das natürlich, wenngleich der Anlass in diesem Fall ein trauriger ist.

Dass einer der ältesten und traditionsreichsten Verlage nicht mehr an Journalismus glaubt, erschüttert. Die Belegschaft von DuMont ist verunsichert. Entsprechend groß war der Aufschrei. Mit gutem

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