Als Egzon B. beschloss, sein Sky-Abo zu beenden, wollte er keine Fehler machen. In einschlägigen Foren hatte der Mann aus Ingolstadt davon gelesen, wie viel im Umgang mit dem Pay-TV-Sender schieflaufen kann, wie viele Nutzer sich nach einer Kündigung mit Sky herumärgern mussten. Also beendete er seinen Vertrag ordnungsgemäß per Einschreiben, er schickte seinen Receiver mit Festplatte und Smartcard an die angegebene Adresse und bewahrte seine Rücksendebestätigung ordnungsgemäß auf. 

Wenig später, so erzählt es B., erhielt er einen Brief eines Inkassounternehmen – und eine Forderung in Höhe von 116,72 Euro. Zahlbar innerhalb von sieben Tagen. Von Sky habe er auf die Kündigung gar keine Reaktion bekommen, auch keine Mahnung. "Meinen Schwiegereltern passierte dasselbe, und meinem Bruder", ärgert sich B., "trotzdem bin ich in die Falle getappt." 

Mehrmals habe das Kind während des Telefonats darauf hingewiesen, dass es solche Dinge erst noch mit den Eltern klären müsse.

Die Zahl seiner Abo-Kunden ist das letzte und wichtigste Kapital von Sky, entsprechend empfindlich reagiert der Pay-TV-Sender auf Kündigungen. Über die Jahre wurden enttäuschte Nutzer deswegen mit hohen Rabatten gelockt, mit Anrufen drangsaliert und auch mal über rüde Schreiben in Verträgen gehalten. Wann immer man Sky auf seine Kundenpolitik ansprach, versprach das Unternehmen Besserung. Und machte dann offenbar doch weiter wie zuvor. "Es ist ein großes Ärgernis", sagt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern, "immer wieder gibt es bei uns Beschwerden über die Vertriebsmethoden von Sky". 

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