Hrafnsson, 56, hat drei Jahrzehnte lang als Journalist für isländische Medien gearbeitet, unter anderem für den staatlichen Rundfunk. Er nutzte für seine Berichte, etwa über den Zusammenbruch der isländischen Kaupthing Bank, Dokumente von WikiLeaks. 2010 gründete er mit dem Australier Julian Assange in Island die Sunshine Press Productions. Sechs Jahre lang war er Sprecher der Plattform, im September wurde er Nachfolger von Assange als Chefredakteur von WikiLeaks.

SPIEGEL: Herr Hrafnsson, am Mittwoch haben Sie Julian Assange, den Gründer von WikiLeaks, in einem Londoner Gerichtssaal gesehen, als er wegen Verletzung von Kautionsauflagen zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Nachdem ihm die ecuadorianische Regierung sein politisches Asyl entzogen hatte, verhafteten ihn britische Polizisten am 11. April in der ecuadorianischen Botschaft in London. Welchen Eindruck machte der Gründer von WikiLeaks?

Hrafnsson: Den Umständen entsprechend. Assange ist im Belmarsh-Hochsicherheitsgefängnis in London

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 19/2019.
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