SPIEGEL: Die Drogenkrise begann vor etwa 20 Jahren in den USA, und bis heute ist kein Ende in Sicht. Etwa 2,1 Millionen Amerikaner sind von Opioiden abhängig; rund 70.000 Menschen starben 2017 an einer Überdosis. Warum nimmt ihre Zahl immer weiter zu?

Botticelli: Wir sehen inzwischen die dritte Welle der Epidemie. Die erste begann im Jahr 2000 mit der übermäßigen Verschreibung von Schmerzmitteln. Als die Drogenkartelle merkten, dass sie mit Menschen, die süchtig nach diesen Schmerzmitteln waren, einen bedeutsamen Markt hatten, fluteten sie die USA mit Heroin.

SPIEGEL: ... das billiger war und eine ähnliche Molekülstruktur hat. Deshalb wurden viele Schmerzpatienten zu Junkies.

Botticelli: Und über die letzten Jahre sehen wir nun einen dramatischen Anstieg von Fentanyl, das vor allem in China hergestellt wird. Es kommt per Post in die USA. Hier wird es dann mit Heroin gemixt oder pur konsumiert. Die meisten Menschen, die zuletzt an einer Überdosis starben, haben Fentanyl konsumiert.

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