Es kam ihr nicht in den Sinn, dass sie auch krank werden könnte. Nicht mit dreißig, erst recht nicht am Anfang einer Karriere in der Filmbranche. Die Autorin Anika Decker weiß, wie es ist, vor dem eigenen abgemagerten Körper zu erschrecken, sie weiß, wie sich ein Beatmungsschlauch im Hals anfühlt. Decker war Anfang dreißig, als sie eine Blutvergiftung mit Organversagen erlebte und tagelang im Koma lag. Fast zehn Jahre ist das her.

Zuvor hatte sie zusammen mit Til Schweiger das Buch zu dem Film "Keinohrhasen" geschrieben, lustig, kitschig, derbe. Der Film erreichte ein Millionenpublikum und vermittelte dessen männlichem Teil ganz nebenbei die Erkenntnis, dass Oralsex für eine Frau nicht gleich Oralsex ist. Eine der weiblichen Filmfiguren erklärt durchaus wortreich, wie sich beim Cunnilingus der "Wühler" vom "Pieker" unterscheidet und was die Zungenfertigkeit ihres jeweiligen Partners für Frauen so bedeutet. Als der Film ins Kino kam, herrschte große Aufregung, auch weil "Keinohrhasen" ab

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2019.
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