Sie fragen sich, ob der Chefarzt eine Koryphäe und der Anästhesist erfahren genug ist? Verständlich - doch als Patient sollten Sie auch die weniger offensichtlichen Risiken im Blick behalten: etwa den Blasen- und zentralen Venenkatheter, der bei einer großen OP oft gelegt werden muss. Diese Kunststoffschläuche, die tief in den menschlichen Körper ragen, sind Einfallstore für Keime. Jede vierte Krankenhausinfektion geht auf medizinisches Material wie Katheter zurück.

Dass sich Bakterien im Laufe der Zeit entlang der Kunststoffschläuche ausbreiten und so irgendwann in die Blase oder die Blutbahn geraten, lässt sich nur schwer vermeiden. Umso wichtiger ist es, die Katheter so schnell wie möglich wieder zu entfernen; dies kann im Extremfall über Leben und Tod entscheiden.

Wissenschaftler der University of Michigan Ann Arbor haben jetzt untersucht, wie gut Ärzte und Pfleger bei dieser Aufgabe zusammenarbeiten. Ihr erschreckender Befund: Viele Katheter verbleiben länger als erforderlich im Körper,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2019.
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