Jedes Jahr gewinnt Hamburg im Schnitt rund 20.000 Einwohner hinzu. Die Stadt wächst - und mit ihr die Wohnungsnot. Die Lage werde sich erst entspannen, wenn mehr gebaut werde, gab der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im vergangenen Jahr auf dem Wohngipfel im Kanzleramt als Devise aus. Michael Binner nahm ihn beim Wort.

Binner kaufte ein Grundstück in Hamburg-Meiendorf, im Nordosten der Stadt. Dort wollte er ein Mietshaus mit sechs Wohnungen errichten. Doch im Januar erließ die Bezirkspolitik plötzlich eine sogenannte Veränderungssperre, sie fror gewissermaßen die Bebauung ein. Jetzt dürfen vorerst nur die dort üblichen Eigenheime entstehen, aber keine Mehrfamilienhäuser. Binner sagt: "Ich erlebe gerade meinen persönlichen Albtraum."

Michael Binner, 31, Betriebswirt, angestellt bei einer Internetfirma in München, ist kein Immobilienhai, selbst die Bezeichnung "Investor" behagt ihm nicht. Er habe nur etwas Geld gespart und es nicht "in irgendeinen Ökofonds" stecken wollen, wie er

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2019.
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