Plötzlich ist der Strom weg, und der Ton fällt aus. Doch Yanis Varoufakis versteht sich darauf zu improvisieren. Er ist schließlich Grieche und hat eine kräftige Stimme. Der 58-Jährige springt auf das Podest, das seine Anhänger an einem Sonnabendnachmittag in Düsseldorf vor der Kunsthalle aufgebaut haben. Er wolle ein Europa, das die "Banken in die Flasche sperrt und den Deckel verschließt", ruft er. Varoufakis braucht zum Sprechen Bewegung, Hände und Arme zum wilden Gestikulieren. Dann ballt er die Faust zum Internationalistengruß, himmelwärts gereckt.

Mit dieser Pose, unter Linken in Süd­europa noch gebräuchlich, beendet er gern seine Reden. In Deutschland ballen allenfalls Altgenossen bei Rosa-Luxemburg-­Gedächtnismärschen entschlossen die Faust. Varoufakis läuft auch in Düsseldorf im Angriffsmodus, er schätzt die Provo­kation – wie damals 2015, als der reiche Norden das arme und hoch verschuldete Griechenland aus dem Euro werfen wollte und Varoufakis als griechischer Finanz­minister

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