Eigentlich wollte der Zürcher Geoarchäologe Eberhard Zangger in der Türkei nur seinen Urlaub verbringen. Eines seiner Reiseziele war das Felsheiligtum Yazılıkaya, rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Ankara. Doch schon die Beschreibung der Sehenswürdigkeit im Reiseführer machte ihn stutzig. Die Architektur erschien ihm zu merkwürdig, als dass sie allein der Verehrung von Göttern gedient haben konnte, wie es in den Lehrbüchern stand.

Als Zangger dann die Stätte betrat, fühlte er sich in seinem Verdacht bestätigt: Die Anordnung der Räume und ihrer Dekoration deutete auf eine technische Funktion hin. Unter anderem fiel ihm auf, dass die beiden Kammern des Heiligtums kein Dach haben, obwohl es möglich gewesen wäre, sie mit einer Abdeckung vor Regen zu schützen.

"Das ist kein Zufall", glaubt Zangger. "Die Hethiter wollten, dass Licht einfällt und so eine Verbindung zum Himmel entsteht."

Schon seit der Entdeckung der Ruine im Jahre 1834 fragen sich Forscher, was es mit der rätselhaften Anlage

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2019.
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