"Ich bin froh, dass es rum ist", sagt Andrea Nahles in ihrem Vorsitzendenbüro im Willy-Brandt-Haus. Sie könne sich an kein vergleichbares Jahr in ihrer politischen Karriere erinnern. Die SPD ist in diesem Jahr zum Sinnbild der sterbenden Volkspartei geworden. Und niemand leidet unter diesem Trend mehr als ihre Chefin. "Das war der Wahnsinn", sagt Nahles.

Drei Kilometer weiter sitzt Robert Habeck in einem Raum der Grünen-Parteizentrale, der so auch in jeder Werbeagentur von Berlin-Mitte liegen könnte. Er könne sich nicht beklagen, sagt Habeck in seinem blauen Vintage-Strickpullover. Sicher, anstrengend sei es gewesen, aber es sei schon ziemlich gut gelaufen, dieses 2018.

Zwei Berliner Büros kurz vor Weihnachten, zwei Parteivorsitzende, zwei Bilanzen, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnten. Der eine ist der große Gewinner in der deutschen Politik im Jahr 2018. Die andere die große Verliererin. Der eine profitiert vom Zerfall der alten Ordnung, von der schleichenden Auflösung des alten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 1/2019.
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