Bei minus drei Grad steht Professor Heckmann am Eingang seines Kinos und begrüßt jeden seiner Gäste. Er trägt Frack, einen schwarzen Zylinder und einen roten Schal. Über ihm verkündet eine Leuchtschrift: Ines trifft Martenstein. Auf dem Bürgersteig hat sich eine 20 Meter lange Schlange gebildet.

Vor über 15 Jahren hat Wolfgang Heckmann, von 1978 bis 1986 Drogenbeauftragter des Landes Berlin und später als Professor für Sozialpsychologie nach Magdeburg berufen, die Oli-Lichtspiele übernommen. Mehr als eine Million Euro hat er in den Kauf und die Instandsetzung des Gebäudes gesteckt, das 1936 in Magdeburg-Stadtfeld eröffnet wurde.

Heute sollen zwei Kolumnisten aus ihren Texten lesen: Ines Möhring, Heckmanns Lebensgefährtin, die für die Magdeburger "Volksstimme" schreibt, und der "Zeit"-Autor Harald Martenstein. Der 200-Plätze-Saal ist fast ausverkauft, sogar aus dem über 50 Kilometer entfernten Niedersachsen gibt es Vorbestellungen.

Die Leuchtschrift mit den verschiedenfarbigen Buchstaben hat

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 6/2019.
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