SPIEGEL: Herr Wittkamp, bislang kannte man Sie als erfolgreichen Witzeschreiber - jetzt schreiben Sie über Ihre schweren Zwangsstörungen. Warum machen Sie das öffentlich? 

Wittkamp: Das Buch zu schreiben hat mir Spaß gemacht. Jetzt nach der Veröffentlichung merke ich aber doch, das ist ein richtiges Coming-out. Theoretisch weiß jetzt jeder in Deutschland, dass ich eine Zwangserkrankung habe. Das ist ein krasses Ding. Ich habe jahrelang so viel Energie darauf verwendet, meine Störungen zu vertuschen. Es hat ja einen Grund, dass die meisten Menschen diese Krankheit verheimlichen. Es ist peinlich, was ich alles gemacht habe. 

SPIEGEL: Vieles, was Sie im Buch beschreiben, wirkt eher lustig als peinlich. 

Wittkamp: Es sind natürlich die lustigen Geschichten, die man gerne erzählt. Wenn ich mich erinnere, wie ich den Männern der Kölner Stadtwerke das WM-Viertelfinale 2014 ruiniert habe, weil ich dachte, dass es im Bürogebäude nach Gas riecht: Die mussten nur wegen mir ausrücken, kurz bevor das entscheidende

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