Zur Ausgabe
Artikel 2 / 137
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung 1. Februar 1999 Davos

aus DER SPIEGEL 5/1999

Der »Gipfel der Gipfel« lockt alljährlich Staats- und Regierungschefs, Unternehmer und Wissenschaftler zum Weltwirtschaftsforum in die Schweizer Berge. So auch am vergangenen Wochenende, als Politiker und Experten in Davos über Auswege aus der globalen Finanzkrise diskutierten. Manch ein Teilnehmer hoffte zudem, konkrete Ratschläge für die eigene, schwierige Situation daheim zu bekommen. Doch Patentrezepte gibt es nicht, wie SPIEGEL-Redakteur Ulrich Schäfer, 31, erfuhr, als er in der Lobby des Kongreßhotels unfreiwillig Zeuge eines Gesprächs zwischen dem indonesischen Oppositionsführer Amien Rais und den beiden US-Ökonomen Fred Bergsten und Jeffrey Sachs wurde. Rais wollte einfach nur wissen, wie er sein wirtschaftlich daniederliegendes Land aus der Krise führen könne - schließlich hofft er nach den Wahlen in vier Monaten Präsident Jusuf Habibie abzulösen. Bergsten, ein Ökonom der alten Schule, empfahl als ersten Schritt politische Reformen; der neoliberale Sachs hingegen ist Anhänger der ökonomischen Schocktherapie und warnte: »Die Krise ist bisher völlig falsch gemanagt worden.« Ob Rais jetzt schlauer ist, kann SPIEGEL-Mann Schäfer nicht sagen. Er fragte die beiden gegensätzlichen Ökonomen aber nach ihren Argumenten (Seite 84).

Zur Ausgabe
Artikel 2 / 137
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.