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Hausmitteilung 1. Februar 1999 Südafrika

aus DER SPIEGEL 5/1999

Egon Kramer, 60, ist Zuckerrohrfarmer in KwaZulu-Natal, einer politisch unruhigen Provinz an Südafrikas Ostküste. Seine Vorfahren stammen aus Celle, und Kramer selbst spricht deutsch mit norddeutschem Akzent. Im September vergangenen Jahres schrieb er erstmals an SPIEGEL-Korrespondentin Birgit Schwarz, 42, in Johannesburg, weil er um sein Leben fürchtete - Unbekannte hatten ihn überfallen und mißhandelt. Die Journalistin möge vorbeikommen, um sich selbst ein Bild zu machen, wie die Farmer »hier abgeschlachtet werden«. Tatsächlich gibt es eine Welle mörderischer Übergriffe auf die - meist weißen - Farmer. Die Täter haben in der Regel schwarze Hautfarbe. »Als ehemals stärkste Nutznießer des Apartheidsystems sind die weißen Großgrundbesitzer inzwischen selbst zu Gejagten geworden«, sagt Schwarz, nachdem sie Kramer auf seiner durch Elektrozaun und Stacheldraht gesicherten Farm besucht hat (Seite 139).

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