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Hausmitteilung 11. September 2006 Verbrechen

aus DER SPIEGEL 37/2006

Auch nach ihrem Interview im österreichischen Fernsehen ist kaum vorstellbar, welches Martyrium die Wienerin Natascha Kampusch, 18, durchlitt, als sie achteinhalb Jahre im Verlies eines Entführers verbringen musste. Mit welcher Akribie ein Team von Psychiatern, Anwälten und Medienprofis versucht, ihr einen Neustart ins Leben zu erleichtern, beschreiben die SPIEGEL-Redakteure Marion Kraske, 36, Mathieu von Rohr, 28, und Britta Sandberg, 43. Die Helfer seien, so Rohr, »beeindruckt von der Willensstärke der jungen Frau«. Einen ähnlichen Fall recherchierten SPIEGEL-Reporter Jürgen Dahlkamp, 41, und Andreas Wassermann, 43, in Dresden. Fünf Wochen lang musste die damals 13-jährige Stephanie Rudolph Anfang des Jahres die Torturen eines Sexualverbrechers ertragen. Monatelang hatten sich ihre Eltern und Betreuer mit den SPIEGEL-Leuten beraten, dann entschied Stephanie, ihre Geschichte zu erzählen. »Das Mädchen redete mit uns, um dem Täter zu beweisen, dass er keine Macht mehr über sie hat«, sagt Dahlkamp (Seiten 92, 100).

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