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Hausmitteilung 13. Dezember 1999 Einstein

aus DER SPIEGEL 50/1999

Bei seinen Recherchen zur Titelgeschichte fand SPIEGEL-Reporter Jürgen Neffe, 43, im Jerusalemer Einstein-Archiv skurrile Notizen: In einem Manuskript des Genies las er zwischen handgeschriebenen Formeln einen Vertrag. Darin hatte Einstein zehn Bedingungen für das Zusammenleben mit seiner Frau Mileva notiert: »Du hast weder Zärtlichkeiten von mir zu erwarten noch mir irgendwelche Vorwürfe zu machen.« Seltsam, was den großen Geist neben der Relativitätstheorie noch so alles bewegte. Auf Einsteins Spuren besuchte SPIEGEL-Mann Neffe auch den greisen Pathologen Thomas Harvey in New Jersey. Der zeigte ihm sein »Kleinod« - zwei Glasgefäße, in denen in trüber Flüssigkeit Teile von Einsteins Gehirn schwimmen. »Ein Gemisch aus Empörung, Faszination und Ernüchterung« habe ihn da überkommen, sagt der promovierte Biochemiker Neffe: »Aus so schlichtem Gewebe ist die vielleicht größte Denkleistung der Menschheit hervorgegangen« (Seite 260).

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