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Hausmitteilung 16. April 2007 Türkei

aus DER SPIEGEL 16/2007

Am Sonntag stand die Eröffnung der Hannover-Messe mit Kanzlerin Angela Merkel, 52, auf seinem Programm, am vorigen Mittwoch noch hatte sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, 52, in Ankara den Fragen der SPIEGEL-Redakteure Annette Großbongardt, 45, und Joachim Preuß, 61, gestellt. Recht unverblümt legte der stark islamisch geprägte Premier, der gegen den Widerstand der säkularen Kräfte Staatspräsident werden könnte, los: Von Deutschland habe er nicht nur hinsichtlich des angestrebten EU-Beitritts »mehr erwartet«; und dass er nicht zur 50-Jahr-Feier der Union nach Berlin eingeladen wurde, halte er für einen »großen Fehler«. Für Erdogan, so SPIEGEL-Korrespondentin Großbongardt, seien »allein die Europäer« an der Krise zwischen der Türkei und der EU schuld. Ein Versuch der Befriedung, den SPIEGEL-Mann Preuß beim Abschied wagte, könnte Früchte tragen. Seine Anregung, der Premier möge Merkel doch mal zum Urlaub an die türkische Küste einladen, griff Erdogan, wieder gnädig gestimmt, auf: »Dann werde ich das machen« (Seite 138).

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