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Hausmitteilung 16. Februar 2009 SPIEGEL-Gespräch

aus DER SPIEGEL 8/2009

Feinde hat sich der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, 59, in seinem langen politischen Leben zuhauf gemacht. Nahezu fassungslos haben viele von ihnen hinnehmen müssen, dass Seehofer trotz schwerer Niederlagen nun mehr Einfluss hat als je zuvor. Vor vier Jahren, nach einem Streit mit CDU-Chefin Angela Merkel, 54, über die Gesundheitspolitik, galt seine Karriere als beendet. Kaum besser sah es aus, als seine Gegner Details der Affäre mit einer jungen Frau in die Öffentlichkeit lancierten - da wollte Seehofer gerade Parteivorsitzender werden. Dass der christsoziale Wirtschaftsminister Michael Glos, 64, jüngst zurücktrat, ohne Seehofer vorher zu informieren, war ein Affront gegen den Parteichef und gab ein weiteres Zeugnis über den maladen Zustand der CSU. Beim SPIEGEL-Gespräch mit den Redakteuren Markus Feldenkirchen, 33, und Ralf Neukirch, 43, reagierte Seehofer gereizt auf den Hinweis, dass seine Partei vielen Beobachtern als Verein von Dilettanten und Intriganten erscheine. »Wollen Sie mich für die Beobachter verantwortlich machen?«, fragte er zurück. Neukirch hat den Eindruck, dass die jüngsten Querelen Seehofer »mehr zugesetzt haben, als er es wahrhaben möchte« (Seite 25).

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