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Hausmitteilung 16. Juli 2001 Journalisten

aus DER SPIEGEL 29/2001

Dass Journalisten in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gefährlich leben, ist bekannt. Neu aber ist, dass die Geheimdienste der GUS-Republiken zusammenarbeiten, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die russische Polizei nahm vor zehn Tagen den tadschikischen Chefredakteur Dododschon Atowullojew, 45, fest - auf Grund eines Auslieferungsersuchens Tadschikistans. »Von dort war Atowullojew 1992 geflohen, weil er sich mit den herrschenden Kräften angelegt hatte«, sagt SPIEGEL-Redakteur Christian Neef, 49, der im vergangenen November den jetzigen Stipendiaten einer Hamburger Stiftung kennen lernte. Nun saßen beide erneut zusammen, nachdem Atowullojew am vorigen Mittwoch auf internationalen Druck freigelassen und nach Deutschland abgeschoben worden war. »Kritische Journalisten sollen zu Staatsfeinden erklärt werden«, beschreibt Atowullojew im SPIEGEL-Interview die riskanten Arbeitsbedingungen für Redakteure in vielen GUS-Staaten (Seite 104).

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