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Hausmitteilung 19. März 2007 China

aus DER SPIEGEL 12/2007

Selbst in Demokratien wird investigativer Journalismus nicht immer geschätzt - in Diktaturen aber mutieren kritische Reporter schnell zu Staatsfeinden. Einer, der sich in seinem Land auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen der Aufklärung von Verbrechen, Umweltsünden und Korruption verschrieben hat, ist der chinesische Journalist Wang Keqin, 43. Jüngst versuchte er, den Hintergrund des Mordes an einem Kollegen aufzuhellen, der in der nordwestlichen Provinz Shanxi von Betreibern einer illegalen Kohlemine erschlagen worden sein soll. Wieland Wagner, 47, SPIEGEL-Korrespondent in China, traf Wang in Peking und ließ sich von ihm über die immer wiederkehrenden Bedrohungen durch lokale kommunistische Funktionäre und chinesische Mafiosi berichten. »Je krasser dort die Schattenseiten der Industrialisierung hervortreten, umso unerbittlicher wachen Partei, Staat und Mafia über die Medien«, sagt Wagner (Seite 194).

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