Zur Ausgabe
Artikel 4 / 107
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung 23. Dezember 2002 Priesterkinder

aus DER SPIEGEL 52/2002

Ganz in der Gegenwart kämpft die katholische Kirche mit einer Vertrauenskrise: SPIEGEL-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen schildert den Prozess gegen einen Pfarrer aus dem Erzbistum Paderborn, der sich jahrelang an Jungen vergangen hat: »Für die Kirche ein heikles, schmutziges Thema«, so Friedrichsen (Seite 48). Kein Einzelfall - vergangenen Sommer löste der SPIEGEL-Bericht über »Kinderschänder im Talar« (29/2002) ein Beben aus: »Bis dahin hatten die deutschen Bischöfe gedacht, der weltweite Missbrauchs-Skandal ginge an ihnen vorbei«, so Autor Peter Wensierski, 48, »nun wurde klar, dass es auch hier sexuelle Übergriffe auf Minderjährige gibt.« Im aktuellen Heft beschreiben Wensierski und Redakteurin Annette Bruhns, 36, ein weiteres Problem katholischer Glaubwürdigkeit: Viele Priester, der Ehelosigkeit verpflichtet, haben Kinder, unter etlichen Pfarrhausdächern leben eigentlich verbotene Familien mehr oder weniger heimlich zusammen. Die meisten Kinder leiden unter dem Versteckspiel: »Die Kirche sollte sich endlich offen zu uns bekennen«, sagt die 15-jährige Priestertochter Anna, »und unsere Väter sollten es auch« (Seite 56).

Zur Ausgabe
Artikel 4 / 107
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.