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Hausmitteilung 26. Februar 2007 Titel

aus DER SPIEGEL 9/2007

Frauen, die arbeiten wollen, versagen sich nicht selten ihren Kinderwunsch - weil es zu wenige Betreuungsmöglichkeiten für Kinder gibt. Es sind recht einfache Wahrheiten, die nach einer grundlegenden Revision der Familienpolitik verlangen: nach zusätzlichen Kindergartenplätzen und Ganztagsschulen etwa. Doch vor allem Konservative verwehren sich dieser Einsicht, und nirgendwo sonst wird der Grundkonflikt zwischen Tradition und Moderne derzeit so deutlich wie in der Familien-Debatte. Die SPIEGEL-Redakteurinnen Anke Dürr, 37, Barbara Supp, 48, und Claudia Voigt, 40, haben nachgezeichnet, warum viele Steuermilliarden, mit denen der Staat bisher Familien förderte, Fehlinvestitionen waren, und sie beschreiben, wie schwer es die christdemokratische Familienministerin Ursula von der Leyen, 48, gerade im eigenen Lager hat, ihre Politik der Wirklichkeit anzupassen. Die Autorinnen der Titelgeschichte, alle in einer bürgerlichen Familie aufgewachsen, geben Beispiele dafür ab, wie vielfältig die Lebensformen von Frauen heute sind. Dürr ist verheiratet und hat zwei Kinder, Voigt hat einen Sohn und ist alleinerziehend, Supp ist kinderlos und lebt mit ihrem Partner zusammen. Dass der Streit um die Familienpolitik so emotional geführt wird, wundert Supp nicht: »Bei keinem anderen Thema ist das Politische so privat. Bei jedem neuen Vorschlag fürchten viele, dass der eigene Lebensentwurf in Frage gestellt wird« (Seite 52).

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