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Hausmitteilung 6. November 2000 Eta

aus DER SPIEGEL 45/2000

Als SPIEGEL-Redakteurin Helene Zuber 1986 über moderne spanische Frauen recherchierte, fiel ihr die Telefonistin Cristina Cuesta auf, damals 24. Die terroristische Eta hatte ihren Vater ermordet, doch die Trauer führte Cuesta nicht in den Hass, sondern zum Willen, künftig für Versöhnung zu werben: Sie beschloss, immer dann mit Gleichgesinnten auf die Straße zu gehen, wenn der Konflikt im Baskenland wieder einen Toten gefordert hatte - egal von welcher Seite. Gelegenheit dazu bekam sie etwa 400-mal. Zuber, 43, traf die mutige Frau jetzt in San Sebastián, einer Eta-Hochburg: »Ständig auf der Hut sein zu müssen ermüdet mich«, gestand Cuesta, denn sie hat Todesdrohungen erhalten und wird inzwischen von Leibwächtern begleitet. »Entmutigend ist, dass nicht einmal alle baskischen Demokraten gemeinsam gegen die Eta Front machen wollen«, so Zuber (Seite 262).

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