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Hausmitteilung 7. Mai 2007 Globalisierung

aus DER SPIEGEL 19/2007

Die Bauern, die SPIEGEL-Reporterin Michaela Schießl, 45, in Kenia, Burkina Faso und im Senegal besuchte, konnten einst von dem leben, was sie erzeugten, heute werden sie ihre Waren kaum mehr los. Schuld ist Billigkonkurrenz aus den Industrieländern. Auf den Märkten fand Schießl subventionierte Produkte des Westens: Zwiebeln aus den Niederlanden, Tomatenmark aus Italien, Hühnerteile und Milchpulver aus Frankreich, Reis und Hirse aus den USA - zu Preisen, die kein einheimischer Kleinbauer unterbieten kann. Und vor den Küsten dezimieren die Fischereiflotten der Weißen die Bestände. Als Schießl die einheimischen Fischer in ihrem Holzboot begleitete und nach acht Stunden das Netz noch so gut wie leer blieb, wurde sie von den Fischern mit der Frage bedrängt: »Warum tut ihr das? Warum sorgt ihr mit eurer Politik dafür, dass wir nicht überleben können?« (Seite 122)

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