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70 Mark für Sterbehilfe

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aus DER SPIEGEL 28/1984

In der ihnen eigenen Weise reagierten deutsche Ärztefunktionäre auf die in den letzten Monaten entfachte Diskussion über Sterbehilfe: Der Berufsverband Deutscher Internisten, Interessenvertreter von 17 300 in eigener Praxis oder in Krankenhäusern tätigen Medizinern, forderte den Gesetzgeber auf, eine Position »Sterbebeistand« als Leistungsbeschreibung in die ärztliche Gebührenordnung aufzunehmen. Nach dem Wunsch des Verbandes soll die Leistung ("intensiver ärztlicher Beistand für einen Sterbenden ... von mindestens 20 Minuten Dauer") mit einem Honorar von bis zu 70 Mark entgolten werden. Als Begründung für den Antrag führt der Internisten-Verband an, nur so könnten die »humanen Prinzipien des ärztlichen Beistandes im letzten Lebensabschnitt ... auch schriftlich als prägendes Leitziel fixiert« werden.

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