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Hauptstadt Adlon kontra Adlon

aus DER SPIEGEL 21/1996

Dem Bauherrn des Berliner Luxushotels Adlon steht pünktlich zum Richtfest am 31. Mai eine Klage ins Haus. Ein Cafe namens Adlon, das seit 1982 am Kurfürstendamm existiert, will dem traditionsreichen Hotel am Brandenburger Tor den Namen verbieten lassen. Die Cafe-Betreiber ließen den Namen »Adlon« im November 1990 beim Deutschen Patentamt eintragen. Das Warenzeichen gilt laut Urkunde etwa für »konservierte und frische Salate«, »feine Backwaren« - und »die Beherbergung von Gästen«. Wenn sie den Namen für ihr Hotel benutzen wolle, solle die Kölner Fundus-Gruppe eine Lizenzgebühr an die Cafe-Unternehmer entrichten: »Wer für 400 Millionen Mark ein Hotel baut«, so Cafe-Geschäftsführer Armin Maas, »müßte auch einige Millionen für den Namen übrig haben.« Die Bauherren hingegen glauben, daß sie die Namensrechte »für das wiederhergestellte Hotel« 1994 von der Hotelkette Kempinski erworben haben.

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