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Äußerst wachsam

aus DER SPIEGEL 35/1996

verfolgt Staatspräsident Süleyman Demirel den künftigen Kurs seines Landes unter dem islamistischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan. Im Gegensatz zu dem Fundamentalisten Erbakan, der mit seinem Staatsbesuch in Teheran die USA und die europäischen Partner irritierte, gilt Demirel, ein Bauernsohn aus Anatolien, als Verfechter einer westlich ausgerichteten Türkei. Der auch in Amerika ausgebildete Ingenieur ist ein machtbewußter Politiker, der das Präsidentenamt 1993 nach einer wechselvollen Karriere antrat. Insgesamt siebenmal war Demirel, 71, zuvor Regierungschef, zweimal vertrieb ihn ein Putsch des Militärs aus dem Amt. In der wieder aufgeflammten Zypern-Krise bemüht sich Demirel, eine weitere Eskalation des Streits um die geteilte Insel mit dem Erzfeind Griechenland zu vermeiden.

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