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Alain Touraine

aus DER SPIEGEL 21/1996

ist einer der angesehensten Soziologen Frankreichs, politisch steht er dem pragmatischen Sozialismus des Ex-Premiers Michel Rocard und des Ex-Präsidenten der EU-Kommission Jacques Delors nahe. Schon früh hat er den dogmatischen Sozialismus für tot erklärt (in Werken wie »L'Après-socialisme«, »Mort d'une gauche"), das Aufkommen der ökologischen Bewegung und die Umwälzungen in der Arbeiterbewegung prophezeit. Als politischer Kommentator wie vor ihm Raymond Aron analysiert Touraine, 70, die Konflikte und Veränderungen in der französischen Gesellschaft, von der Verslumung der Vorstädte bis zu Studentenstreiks. Seine Hauptthemen, zuletzt beschrieben in »Qu'est-ce que la démocratie?« (1994), sind die Krise der Moderne, der Verfall des bürgerlichen Staats und die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen.

H. BAMBERGER / FOCUS

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