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Aleida Guevara-March

aus DER SPIEGEL 39/2001

Aleida Guevara-March, 40, Tochter des kubanischen Volkshelden Ché Guevara, wünschte sich bei ihrem Besuch des Berliner Reichstags am vergangen Dienstag einen ganz speziellen Fremdenführer:

Friedhelm Julius Beucher, Bundestagsabgeordneter und Kuba-Freund. Der Sozialdemokrat genießt wegen vieler privater Hilfsprojekte großes Ansehen im Reich des Máximo Líder. Die Tochter von Castros ehemaligem Kampfgefährten reiste nach Deutschland, um für die kubanische Pharmaindustrie zu werben und Partner für dortige Krankenhäuser zu finden. Dafür kommt der Kinderärztin der berühmte Name ihres Vaters gut zupass, obwohl sie mit dessen Ruhm eher nüchtern umzugehen pflegt: Sie sei »nur ein genetisches Zufallsprodukt der Zeit« (Guevara lebte lediglich rund vier Wochen mit ihrer Mutter zusammen), erklärte sie Beucher, als der von der Symbolkraft Ché Guevaras für die weltweiten Freiheitsbewegungen schwärmte. Ihr ginge es um den Kampf für die Errungenschaften der kubanischen Revolution. Bei Beucher bedankte sich Aleida Guevara-March mit der Widmung »Freund unseres Volkes, Umarmung mit ganzer Liebe« auf einem Foto, das Ché beim Lesen der Werke von Goethe zeigt.

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