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Aleksander Kwasniewski,

aus DER SPIEGEL 8/1998

43, polnischer Präsident, fördert die heimische Wirtschaft mit unkonventionellen Methoden. In einer Warschauer Tageszeitung erschien die Anzeige eines Möbelherstellers mit dem Bild des Staatsoberhauptes, daneben der Text: »Der Präsident sollte zufrieden sein.« Dieser wünsche sich von polnischen Firmen, sie sollten international konkurrenzfähiger werden. Der Möbelhersteller Forte erfülle den hohen Wunsch, denn seine Produkte fänden sogar bei »netten Asiaten« Verwendung. Die präsidiale Werbung stieß auf heftige Kritik in der Öffentlichkeit, plötzlich war von einem »Möbelgate« die Rede. Kwa sniewski kann die Entrüstung nicht begreifen. Die Anzeige sei »keine Reklame«, stellte er klar, sondern »eine Information, daß die Firma in die asiatischen Länder exportiert«. Außerdem: »Mit der Firma verbindet mich nichts.« Oder fast nichts, wie Reporter jetzt entdeckten. Bei Forte ist ein Schwager des Präsidenten und dessen Vater beschäftigt.

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