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Alfred Dregger,

aus DER SPIEGEL 17/1995

74, CDU-Bundestagsabgeordneter, versuchte, die Öffentlichkeit über seine Autorenschaft in dem Sammelband »50 Jahre Vertreibung - Der Völkermord an den Deutschen« zu täuschen. In einer Erklärung vom vorigen Donnerstag erweckte der CDU-Rechte den Eindruck, als habe er erst aus der Süddeutschen Zeitung erfahren, daß in dem Band (Mitautoren: die Rechtsradikalen Franz Schönhuber und Gerhard Frey) seine Geburtstagsrede für den Vertriebenenpolitiker Herbert Czaja abgedruckt worden ist: Die Veröffentlichung sei »ohne meine Zustimmung« erfolgt. Dregger aber hatte noch am Tag vor dem Erscheinen der Süddeutschen eingeräumt, er habe die Publizierung nicht verbieten wollen, er sei eine »öffentliche Person«. Von den Mitautoren Schönhuber und Frey habe er gewußt: »Wir können uns doch nicht völlig ausgrenzen.«

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