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Personalien Alfred Gusenbauer

aus DER SPIEGEL 22/2008

Alfred Gusenbauer , 48, österreichischer Bundeskanzler, hat schwer mit seinen sinkenden Sympathiewerten zu kämpfen. Laut Umfragen sind nur noch 33 Prozent der Österreicher mit der Performance des Sozialdemokraten zufrieden, nur noch die Hälfte der SPÖ-ler stützen ihren Kanzler. Gusenbauer zog vor einigen Wochen den Zorn seiner Genossen auf sich, weil er vor einer Veranstaltung mit steirischen und Kärntner Parteikollegen geätzt hatte, ob denn wohl das »übliche Gesudere« bevorstehe - ohne zu merken, dass eine Kamera den wenig charmanten Spruch aufzeichnete. Die Retourkutsche kam prompt: Man wünsche sich, so der Tenor der aufgebrachten Roten, mehr Respekt gegenüber der Basis. Bei seiner jüngsten Auslandsreise brachte Gusenbauer gleich das gesamte österreichische Parlament gegen sich auf. Gegenüber argentinischen Senatoren fand der Alpenkanzler lobende Worte für deren herausragenden Arbeitseifer. Zu Hause dagegen, so Gusenbauer, seien die Abgeordneten »nach 16 Uhr kaum noch bei der Arbeit anzutreffen«. In Wien sorgte die Bemerkung für gehörigen Wirbel: Parteikollegin und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer reagierte »sehr verärgert«, die oppositionelle FPÖ forderte vom »Rotwein-Kanzler« eine Entschuldigung.

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