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FREITAG Alfredissimo!

16.30 - 17.00 Uhr ARD
aus DER SPIEGEL 2/1995

Herr Biolek hat zu seinem Kochkurs heute den aufrechten Ulrich Wickert eingeladen - und womöglich gibt's statt des angekündigten Kaninchens »provencal« ja eine geschnetzelte Ratte. Denn der Ehrliche, ahnt Wickert, ist immer der Dumme. *VORSPANN: 20.15 - 21.00 Uhr Bayern III *ÜBERSCHRIFT: Der Stern aus dem Norden

Bayern hat der Welt den schönsten Märchenkönig aller Zeiten, den Kini Ludwig II., geschenkt. Das macht Mut zur neuen Reihe »Die Märchenkönige Europas«. Erster Kandidat: Gustav III. von Schweden (1746 bis 1792). Diese Majestät dichtete höchstselbst, förderte Kunst und Künstler, kreierte die Schwedische Akademie und eine eigene Epoche, den »Gustafianischen Stil«. Der »Theaterkönig«, von Günter Gallas einfühlsam porträtiert, wurde nicht wie der bayerische Kini in dunklen Wassern ertränkt, sondern bei einem Maskenball von hinten durch die Brust erschossen: Kein Märchenkönig stirbt im Bett. *VORSPANN: 21.15 - 22.00 Uhr West III *ÜBERSCHRIFT: Wer will noch mal?

Keiner. *VORSPANN: 22.05 - 0.35 Uhr RTL *ÜBERSCHRIFT: Kap der Angst

Eines Tages bricht das Chaos ins ruhige Leben der Familie Bowden, und nicht nur bei den ersten Begegnungen mit dem bösen, wilden Max Cady (Robert De Niro) sieht es so aus, als hätte sich die Familie, heimlich und um so heftiger, nach dieser Wildheit gesehnt. Martin Scorsese inszenierte 1991 das Remake von »Ein Köder für die Bestie« (siehe Mittwoch) - und in seinem Film spürt man noch viel stärker, daß Sex und Gewalt sehr eng verwandt sind miteinander. Am Anfang schändet De Niro eine Frau, beißt ihr die rechte Wange ab, und dieses Bild legt sich wie eine Folie über alle anderen: Selbst in den harmlosesten Szenen scheint dieser Horror nur eingefroren, versteckt, verborgen - und bleibt doch als Möglichkeit immer vorhanden. *VORSPANN: 22.50 - 23.50 Uhr ZDF *ÜBERSCHRIFT: Willemsens Woche

Schade eigentlich, daß die Stöpsler und Schwafler wie Koschwitz oder Gottschalk hinter David-Letterman-mäßigen Schreibtischen hocken, obwohl sie sich dort so benehmen wie mehrmals sitzengebliebene Oberrealschüler. Während Willemsen, der da so gut hinpaßte wie kein anderer deutscher Fernsehmensch, zwischen Couchgarnitur, Showtreppe und harten Stühlen hin- und herhastet und sich dabei fast verliert.

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