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Briefe

Alles den Bach runter
aus DER SPIEGEL 21/1995

Alles den Bach runter

(Nr. 19/1995, Musik: Klaus Umbach über die neuen Popstars des Klassikmarktes)

Endlich schreibt mal jemand, wie extrem und wirklich nur um des Geldes willen die Musikkonzerne klassische Werke ausbeuten. Es bedarf ja kaum einer Erklärung, wie respektlos dies vor sich geht, wenn sich das so beliebte Wunderkind Vanessa-Mae Nicholson bei ihren Bach-Interpretationen von einem Drumcomputer begleiten läßt. *UNTERSCHRIFT: Göttingen TORSTEN PAPENHEIM

Anne-Sophie Mutter mit Geige vor einer Pommes-frites-Bude würde der klassischen Musik immer noch zur Zierde gereichen - im Gegensatz zu Klaus Umbach, dessen Journalismus den SPIEGEL schon lange nicht mehr schmückt. Auch schon mal positive Gedanken gehabt, Herr Umbach, und: auch schon einmal nachgedacht über ihre (Auf-) Blähungen? *UNTERSCHRIFT: Lörrach-Haagen (Bad.-Württ.) GERLINDE WINTER

Dank für diesen Artikel, Sie haben ja so recht. Aber warum erst jetzt diese Aufregung, wo eh schon alles den Bach runtergegangen ist? *UNTERSCHRIFT: Groß Glienicke (Brandenburg) PROF. WOLFGANG PEUKER

Auch wenn das so schwungvolle Gefiedel klassischer Melodien von Kennedy und Nicholson den hehren Ansprüchen von Musikkritikern nicht entspricht, ziehe ich deren Darbietungen entschieden einem konstruierten seelenlosen Gesummel einer Schönberg- oder Stockhausen-»Musik« vor. Von Beethoven kommt immer noch mehr Stimmung rüber, als die »modernen« Musikkonstrukteure bieten. *UNTERSCHRIFT: Fulda ERNST GLOCK

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