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Atommüll Alles gut vorbereitet

aus DER SPIEGEL 42/1993

Das umstrittene Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben, einstmals unter DDR-Regie eingerichtet, soll in den nächsten Wochen wieder in Betrieb genommen werden: Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) genehmigte für den 3. November einen ersten Transport von Atommüll in den östlich von Helmstedt gelegenen Salzstock. »Juristisch und technisch« sei für die Einlagerung »alles vorbereitet«, sagt ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Die Polizeieskorte für den Transport wurde schon bestellt. Dabei äußerte selbst ein BfS-Gutachter die Befürchtung, daß »geologische Barrieren zwischen dem Endlager und der Biosphäre« offensichtlich »nur unzureichend wirksam« seien. Überdies fehlt ein entscheidendes Detail: Das Qualitätssicherungshandbuch für Morsleben, eine Art Betriebsanleitung, für jede kerntechnische Anlage zwingend, ist noch nicht komplett.

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