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Briefe

Alltäglicher Kampf
aus DER SPIEGEL 39/2001

Alltäglicher Kampf

Nr. 37/2001, Sonderteil zur Internationalen Automobil-Ausstellung

Damit haben Sie den Nerv der autoaffigen Gesellschaft getroffen. Dennoch vermisse ich adäquate Lösungsvorschläge. Die neue Freiheit vom Auto beginnt bereits. Das Fahrrad hat das Auto im Stadtverkehr längst überholt (ökonomisch und ökologisch sowieso). Das Abenteuer des kleinen Mannes habe ich bereits seit längerer Zeit per Rad wiederentdeckt.

DARMSTADT UWE PETRY

Frau von Bredow hat sehr gut beschrieben, wie Amerikaner mit dem Auto umgehen. Allerdings habe ich viel mehr aggressives Fahrverhalten dort festgestellt. Auch auf Landstraßen wird gedrängelt, oft der Stinkefinger gezeigt, bis hin zur visuellen Drohung mit einer Pistole.

RIEDERAU (BAYERN) PETER GROSCHUPF

Die um 20 Prozent höhere Unfallquote mit Todesfolge in den USA ist mit Sicherheit nicht nur auf ermüdende Highway-Touren, sondern - ganz einfach - auch auf eine unzulängliche Fahrausbildung zurückzuführen. Auch nach eineinhalb Jahren in Washington DC amüsieren meine Frau und ich uns gern mit Besuchern aus Deutschland über die viertelstündigen Einparkversuche von US-Fahrern in Zehn-Meter-Parklücken. Häufig wird das Unterfangen dann aus »Platzmangel« erfolglos abgebrochen.

WASHINGTON DC K. STEINHAUER

Der Artikel war wohl überfällig. Viele Autofahrer, die schon einmal in Amerika waren, können nicht mehr verstehen, warum hier bei uns das Autofahren in einen alltäglichen Kampf ausartet.

VOERDE (NRDRH.-WESTF.) ABEL STEHFEST

Die Amerikaner fahren zurückhaltend und drängeln nicht? Die Hupe wird nur im Notfall eingesetzt? Zumindest in Chicago trifft das absolut nicht zu. Rechts überholen, wenn noch genug Platz auf der (einen) Fahrspur ist - kein Problem. Und wenn sich der Vordermann nicht innerhalb von zwei Sekunden nach dem Umschalten auf Grün bewegt, wird an der Ampel gehupt. Vielleicht fahren die Leute hier langsamer, aber gleichzeitig auch sehr viel unberechenbarer als in Deutschland. Wer's nicht glaubt, sollte mal einen Blick auf die vielen eingedellten Kotflügel und Türen werfen.

CHICAGO SVEN E. KÜHNE

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