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Alois Glück,

aus DER SPIEGEL 7/1999

59, CSU-Fraktionschef in München, muß sich selbst erhöhen, um gesehen zu werden. Grund dafür ist der für 380 000 Mark Steuergeld umgebaute Fraktionssaal im Landtag. Dort sind die Sitzreihen jetzt in einer Ebene wie in der Schule angeordnet; wer hinten sitzt, kann den 1,68 Meter großen Glück nicht mehr sehen. Heftig protestierte deshalb der fränkische Abgeordnete Sebastian von Rotenhan, dem es trotz seiner 1,90 Meter nicht gelingt, mehr von seinem dozierenden Chef zu erhaschen als die Glatze des vor ihm sitzenden Zwei-Meter-Mannes Manfred Weiß. Der wiederum weigert sich, nach hinten zu gehen, weil er als Vize Anrecht auf die erste Reihe hat. Glück löst das Problem jetzt mit Erhabenheit. Für noch mal 12 500 Mark läßt er sich ein Extra-Podest bauen.

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