Angebliche Gerechtigkeitslücke Das Märchen von der Altersarmut

Nicht die Rentnergeneration, sondern ein Großteil der Jungen lebt in Deutschland am Existenzminimum. Die Regierung aber macht unverdrossen Politik wider die Statistik.
Wohlhabende Senioren auf Segeltour (Symbolbild)

Wohlhabende Senioren auf Segeltour (Symbolbild)

Foto: Getty Images

Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.

Angst ist ein schlechter Ratgeber, heißt es im Volksmund. Es sei denn, es geht um die Rente. Dann sind die Deutschen und ihre staatstragenden Parteien nur allzu gern bereit, aus den Befürchtungen ihrer Wähler Politik zu machen. Selbst wenn die Ängste nicht wirklich berechtigt sind.

Für kaum ein anderes Thema trifft das mehr zu als für die Debatte um die angebliche Altersarmut. Drei von vier Bundesbürgern, so zeigen Umfragen, sorgen sich um den Lebensstandard im Alter. Und fast zwei Drittel der Deutschen glauben, dass Ruheständler weit häufiger mit niedrigen Einkommen zu kämpfen haben als junge Erwachsene. Alter und Armut, das gehört für die meisten Deutschen zusammen wie Pest und Cholera.

Kein Wunder, dass sich die Regierung in den vergangenen Jahren eifrig bemüht hat, den angeblichen Zusammenhang aufzulösen. Dreistellige Milliardenbeträge wurden mittlerweile aufgerufen, um mit "Mütterrenten" oder "doppelten Haltelinien" die Einkommen der Senioren zu erhöhen. Der SPD ist das noch immer nicht genug. Sie arbeitet gerade die Details einer zusätzlichen milliardenschweren Respektrente aus, mit der sie in den anstehenden Wahlkämpfen um die Stimmen langjährig Versicherter werben will.

Das Problem ist nur, dass der Aktionismus der Politik eine eher dürftige statistische Basis hat.

SPIEGEL plus Anmelden

Digital-Abo

Sagen, was ist.
Testen Sie das digitale Angebot und erfahren Sie, warum mehr als 400.000 Menschen den SPIEGEL abonnieren.

Jetzt abonnieren
Ihre Bezahlmöglichkeiten: Paypal Sepa Visa Mastercard ApplePay GooglePay
Jederzeit kündigen.
Weiterlesen mit SPIEGEL+

Mehr Perspektiven, mehr verstehen.

Freier Zugang zu allen Artikeln, Videos, Audioinhalten und Podcasts

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App

  • DER SPIEGEL zum Anhören und der werktägliche Podcast SPIEGEL Daily

  • Nur € 19,99 pro Monat, jederzeit kündbar

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Merkliste
Speichern Sie Ihre Lieblingsartikel in der persönlichen Merkliste, um sie später zu lesen und einfach wiederzufinden.
Jetzt anmelden
Sie haben noch kein SPIEGEL-Konto? Jetzt registrieren
Mehrfachnutzung erkannt
Bitte beachten Sie: Die zeitgleiche Nutzung von SPIEGEL+-Inhalten ist auf ein Gerät beschränkt. Wir behalten uns vor, die Mehrfachnutzung zukünftig technisch zu unterbinden.
Sie möchten SPIEGEL+ auf mehreren Geräten zeitgleich nutzen? Zu unseren Angeboten