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Amr Waked

aus DER SPIEGEL 39/2007

Amr Waked , 35, aufstrebender ägyptischer Schauspieler, riskiert in seiner Heimat ein vorzeitiges Karriereende, weil er gemeinsam mit einem Israeli arbeitet. Der Schauspielerverband in Kairo will den blauäugigen Beau deshalb aus dem Verband ausschließen, was ein Arbeitsverbot in Ägypten nach sich zöge. Die Mimen-Funktionäre lehnen nämlich strikt die Normalisierung der Beziehungen zum jüdischen Nachbarstaat - trotz des israelisch-ägyptischen Friedensvertrags von 1979 - ab. Pikanterweise spielt Waked in dem inkriminierten Filmprojekt einen Schwiegersohn von Saddam Hussein und sein israelischer Kollege, Yigal Naor, den irakischen Diktator. Die beiden stehen derzeit in Tunesien vor der Kamera für die britisch-amerikanische Koproduktion »Between two Rivers«, einen Vierteiler über das Leben von Saddam. Waked verteidigt sich damit, dass er vor Unterzeichnung seines Vertrags nicht gewusst habe, dass ein Israeli an dem Projekt beteiligt sei. Überdies, argumentiert der Jungstar, der schon in dem Hollywood-Film »Syriana« neben George Clooney aufgetreten ist, sei der Film pro-arabisch und kritisiere die amerikanische Außenpolitik. Nach seiner Heimkehr soll sich Waked einer Untersuchung seines Verbandes stellen.

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