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Briefe

Anbetungsvoller Sprachstil
aus DER SPIEGEL 22/2007

Anbetungsvoller Sprachstil

Nr. 21/2007, Titel: Vor 25 Jahren starb Romy Schneider - Die zerbrechliche Diva

Romy war ein echter Star, ein Weltstar, ich verehre sie seit meiner Jugend. Als sie starb, schwamm ich in Tränen und besuchte sofort ihr Grab und das Haus, wo sie starb. Heute gibt es nur noch wenige, wo das Wort Star passt, alles nur Abklatsch. Romy brachte Leistung, Esprit, Charme und brachte einen zum Träumen.

FRANKFURT AM MAIN ROSWITHA TAENZLER

Romy Schneider war weiß Gott eine gespaltene, zerrissene und widersprüchliche Figur, aber eine etwas zeitgemäßere Würdigung als diesen altbackenen und verquasten 68er Kitsch hat sie doch verdient.

BERLIN WILFRIED MOMMERT

Da mein Mini-Abo nur noch über drei SPIEGEL-Ausgaben läuft, bitte ich noch um Titelgeschichten über folgende Personen: Heidi Kabel, Inge Meysel und Marika Rökk.

HAMBURG PETER JANSSEN

Brillanter Titel, einfühlsam, informativ, voller Verehrung für eine Ikone und einen Mythos des Filmbetriebs des vergangenen Jahrhunderts und gleichzeitig eine Art Wiedergeburt der antiken Tragödie, von Geburt an bestimmt, tragisch zu enden, ohne Auswegmöglichkeit. Vielleicht ein Beleg für die These, dass Kunst aus Unglück entsteht. Der fast anbetungsvolle Sprachstil hat mich in seinen »literarischen« Passagen kaum das Weinen unterdrücken lassen.

STUTTGART DR. BERND REICHEL

Und so schreitet sie dann, die arme Romy, post mortem, wie die heilige Johanna über ein Schlachtfeld von toten Zeitgenossen, die Sie, Herr Matussek, hingemetzelt haben, um die Größe, die Einmaligkeit dieser Schauspielerin ins rechte Licht zu setzen. Es ist wahr, die meisten Deutschen haben zum Zeitpunkt von Romys Tod ihr überragendes schauspielerisches Talent nicht erkannt und - aus Ärger über die verlorene »Sissi« - nicht anerkannt. Ihre überzogene Würdigung finde ich in vielen Passagen dennoch einfach unangemessen und übertrieben.

HERRENBERG (BAD.-WÜRTT.) MARIANNE FOERSCH

Es ist vollkommen unnötig, für eine Romy- Schneider-Erhöhung die Schauspielerin Hanna Schygulla herabzusetzen, indem in einem unglücklichen Vergleich gesagt wird, sie hänge »wie ein nasser Lappen« über Fassbinders Filmen. Schygulla passte einfach besser in Fassbinders Ästhetik.

HAMBURG CORNELIA KRÜGER

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