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Angebot an Springer

aus DER SPIEGEL 15/1981

Die Deutsche Bank sorgt sich um den Bestand des defizitären Springer-Blattes »Die Welt«, das vorige Woche eine neue Chefredaktion erhielt (siehe Seite 28). Bank-Vorstandssprecher Friedrich Wilhelm Christians will dem Berliner Verleger nächste Woche ein Angebot unterbreiten: Eine Gruppe von Banken und Industriebetrieben ist zur Finanzierung einer Stiftung bereit, in die »Die Welt« eingebracht werden könnte. Motive der Christians-Offerte: Springer soll vom »Welt«-Defizit entlastet und die Existenz des Blattes auch für den Fall gesichert werden, daß der immer wieder mal »Welt«-verdrossene Verleger endgültig die Lust an der Zeitung verliert. Branchenkenner zweifeln allerdings am Erfolg der Banken-Initiative: Springer werde wohl weiterhin lieber Geld als Prestige einbüßen.

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