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JUSTIZ Angst vor Türken-Protest

aus DER SPIEGEL 12/2007

Nach einer tödlichen Justizpanne befürchtet die Düsseldorfer Landesregierung nun Proteste von Migranten in NRW-Großstädten. Ein türkischer Familienvater erschoss am 9. März in Mönchengladbach seine Frau und seine Tochter auf offener Straße - kurz nach einem Sorgerechtsprozess. Er war vor Gericht nicht festgenommen worden, obwohl ein Haftbefehl unter anderem wegen Vergewaltigung gegen den als gewalttätig bekannten Mann vorlag. »Mit großer Sorge« habe man registriert, dass bei türkischen Medien eine Flut wütender Leserbriefe eingegangen sei, sagte ein Sprecher der Regierung. Die Schreiber warfen der Justiz Nachlässigkeit im Umgang mit dem Leben von Türken vor. Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) sah sich am vergangenen Donnerstag genötigt, speziell den türkischstämmigen Bürgern ihren Willen zur Aufklärung der Panne zu versichern.

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