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Briefe

Arbeit genug
aus DER SPIEGEL 41/1950

Arbeit genug

In Nr. 32 veröffentlichten Sie unter »Briefe« eine Zuschrift von Prof. Heinz Lossen, Mainz. Im Zusammenhang mit den Ausführungen über die Jungarztfrage glaubte Prof. Lossen, lapidar erklären zu können, man solle Verwaltungsdirektoren von Krankenanstalten, die rein verwaltungsmäßig denken »zum Teufel schicken«. Wir teilen durchaus die Auffassung des Verfassers. »daß es in den Krankenanstalten Arbeit genug gibt«. Leider befinden sich aber alle Krankenanstalten ausnahmslos in einer schweren, wirtschaftlichen Krise. Wir zitieren aus einer Verfügung, die das Niedersächsische Landessozialamt kürzlich erlassen hat:

»Mit Rücksicht auf die große finanzielle Notlage, in der sich heute alle Krankenhausträger befinden, ist es erwünscht, daß erfahrene Verwaltungsbeamte mit in die Verantwortung eingeschaltet werden, weil sie auf ökonomischen und administrativen Gebieten im allgemeinen eine größere Sachkunde besitzen als Aerzte. Hierdurch wird es vermieden werden, daß von den leitenden Aerzten, wie es vorgekommen ist, Anschaffungen gemacht oder Anordnungen getroffen werden, für die in den Etats keine Deckung vorhanden ist.

»Das Land Niedersachsen wird daher, ähnlich wie es schon für die Berliner und die stadthannoverschen Krankenhäuser geschehen ist, die landeseigenen Krankenanstalten der gemeinsamen Leitung eines ärztlichen Direktors und eines Verwaltungsdirektors unterstellen, wobei jeder die volle Verantwortung für sein Arbeitsgebiet trägt.«

Bremen

FACHVEREINIGUNG DER VERWALTUNGSLEITER DEUTSCHER KRANKENANSTALTEN

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