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Argentinien: Ende der Guerilla?

aus DER SPIEGEL 29/1989

Eine der gefürchtetsten Guerilla-Organisationen Argentiniens gibt den bewaffneten Kampf auf. Die linksperonistischen Montoneros haben schriftlich auf Gewalt verzichtet. Bereits Mitte April unterzeichneten etwa 30 Guerilla-Führer ein Dokument, das Bischof Emilio Ognenovich jetzt vorlegte. Er hatte die Erklärung zurückgehalten, weil sie den Präsidentschaftswahlkampf nicht beeinflussen sollte. Im »schmutzigen Krieg«, den die Militärs gegen die Montoneros geführt hatten, waren mindestens 9000 Menschen getötet oder spurlos verschleppt worden. Von dem neugewählten Staatspräsidenten Carlos Menem wird eine Amnestie für alle Teilnehmer an dieser Säuberung erwartet. Der Gewaltverzicht könnte diesen Schritt erleichtern.

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