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COMICS Arschloch-Offensive

aus DER SPIEGEL 8/1997

Auf dem deutschen Comics-Markt startet die Witzfigur »Das kleine Arschloch« im Frühjahr einen Marketing-Angriff auf den derzeit führenden Biertrinker und Motorradfan Werner. Damit gibt es neben den traditionsreichen ausländischen Disney- und Hanna-Barbera-Figuren (Mickymaus, Fred Feuerstein) zwei originär deutsche Zeichenfiguren, die jeweils eine eigene Kultgemeinde um sich versammelt haben. Die Produkte mit der vom Kieler Zeichner Brösel erfundenen Werner-Figur brachten dem Achterbahn Verlag im vergangenen Jahr einen Umsatzschub auf rund 7,5 Millionen Mark. Mit dem kleinen Arschloch des Zeichners Walter Moers machte der Frankfurter Eichborn Verlag voriges Jahr rund 3 Millionen Mark Umsatz. Der am 6. März startende Zeichentrick-Spielfilm, in dem Blödelstar Helge Schneider den Arschloch-Partner Alter Sack spricht, soll den Umsatz verdoppeln. Wie im Vorjahr bei dem Kinohit »Werner Beinhart« hat auch diesmal Senator-Film produziert. Der Eichborn Verlag ist gut vorbereitet: 151 Merchandising-Produkte sind nach Angaben von Programmchef Uwe Gruhle im Angebot - vom Bleistifthalter bis zum Klopapier.

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