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Aschraf al-Hadschudsch

aus DER SPIEGEL 36/2007

Aschraf al-Hadschudsch , 37, palästinensischer Arzt, der bis Ende Juli acht Jahre lang gemeinsam mit fünf bulgarischen Krankenschwestern in Libyen unschuldig in Haft war, hat vier Tage nach seiner Ankunft in Sofia seine große Liebe getroffen: Olya Megowa , 30. Die zierliche Ingenieurin entdeckte die prominente Ex-Geisel (SPIEGEL 31/2007) am Nachmittag des 28. Juli auf der Terrasse der »Buddha Bar« in Sofia. Da Megowas Bruder in Dubai zwei Jahre Gefangenschaft erlitten hatte, ging sie zu Hadschudsch, um ihm zu gratulieren: »Ich bin sehr glücklich, dass Sie lebendig, gesund und in Bulgarien sind.« Dabei schüttelte sie ihm die Hand. Hadschudsch war zu dem Zeitpunkt sehr müde vom Trubel der ersten vier Tage in Freiheit. Spontan hielt er die Hand der Unbekannten fest und fragte: »Möchtest du mit mir fliehen?« Daraufhin spazierten die beiden stundenlang durch die nächtliche Hauptstadt. Weitere Rendezvous folgten. Schon am übernächsten Wochenende kaufte Hadschudsch bei einem Besuch in Amsterdam einen Ring für seinen fernen Schwarm. Gleich beim Wiedersehen am Flughafen von Sofia machte er der Angebeteten einen Antrag: »Willst du mit mir die restlichen Tage meines Lebens verbringen?« Megowa willigte sofort ein, worauf der Araber erleichtert »Gott sei Dank« schrie. Seine Frischverlobte nahm Hadschudsch bereits zum Empfang bei Bulgariens Präsident Georgi Parwanow mit. Am 1. Dezember will das Paar heiraten.

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