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China Atomtests gehen weiter

aus DER SPIEGEL 39/1994

Noch im Oktober will die Volksrepublik China in der Wüste Taklamakan einen weiteren unterirdischen Nukleartest starten. Mit der geplanten Zündung eines 125-Kilotonnen-Sprengkopfes setzt sich Peking zum zweitenmal in diesem Jahr über einen Teststopp der westlichen Atommächte hinweg. Bereits am 10. Juni, wenige Tage nachdem US-Präsident Bill Clinton beschlossen hatte, den Handel mit China nicht mehr von politischem Wohlverhalten und der Achtung von Menschenrechten abhängig zu machen, hatten die roten Generäle nahe des Sees Lop Nor eine Wasserstoffbombe gezündet. Trotz des von Präsident Clinton angeregten Teststopps versprach Washington der chinesischen Führung in geheimen Gesprächen, weitere Versuche hinzunehmen - vorausgesetzt, die Genossen treten 1996 dem Atomteststoppvertrag bei. Bis dahin will das kommunistische Riesenreich sein Atomprogramm auf modernsten Stand bringen.

[Grafiktext]

_149a China: See Lop Nor (Atomwaffentestgelände)

[GrafiktextEnde]

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