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»Auf den Boden aufgeknallt . . .«

aus DER SPIEGEL 51/1990

Gerichtsgebäude haben, wie andere öffentliche Gebäude, ihre Geschichte. Schatten lasten auf ihnen, Erinnerungen durchziehen ihre Säle. Von Zeit zu Zeit treten die Schatten vor die Lebenden, als wollten sie sagen: Vergeßt die Toten nicht.

In Freiburg ist 1985 der Bauschlosser Roland Steigerwald vom Vorwurf des Mordes an einem 17jährigen freigesprochen worden. Steigerwald hatte schon 1971 einen jungen Mann getötet, er ist homosexuell.

Von den dafür in Stuttgart verhängten 14 Jahren Freiheitsstrafe verbüßte er nur 8. Weil er sich gut geführt und mit einem Psychologen den Vollzugsalltag zu bewältigen gelernt hatte, wurde er bedingt entlassen. Zwei Jahre später tötete er in Freiburg sein zweites jugendliches Opfer. Diese Tat war nur schwer nachzuweisen; das zunächst verhängte, zögerliche Urteil - zehn Jahre Freiheitsstrafe - mußte der Bundesgerichtshof aufheben. Ein anderes Freiburger Gericht sprach ihn daraufhin frei. Wenige Monate später, im Dezember 1985, tötete Steigerwald in Nürnberg zum drittenmal, wieder einen jungen Mann.

Auf dem Prozeß, der seit dem 19. September dem 28 Jahre alten Jurastudenten Björn-Delf Hein vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Freiburg wegen Mordes an seiner Kommilitonin Annette Störig und wegen zweier Vergewaltigungen gemacht wird (SPIEGEL 39/1990), lastet der Schatten Roland Steigerwalds. Wenn Steigerwalds Gefährdung und Gefährlichkeit, seine selbstbestrafenden aggressiven Impulse rechtzeitig erkannt worden wären in Freiburg - so hatte er allen Opfern den Penis abgetrennt -, hätte vielleicht der dritte der jungen Männer nicht sterben müssen.

Nach der dritten Tat waren in Nürnberg als Sachverständige der Psychiater Professor Eberhard Schorsch und der Psychologe Dr. Herbert Maisch hinzugezogen worden. Sie hielten eine Heilung der massiven Persönlichkeitsstörung Steigerwalds nicht für möglich; sie empfahlen seine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Auch Björn Hein ist von Schorsch und Maisch begutachtet worden. Sie haben sich Stunden um Stunden bemüht, an ihn heranzukommen. Selbst als nach den ersten abtastenden Kontakten die Atmosphäre etwas entspannter wurde, habe er seine »Reserve und Skepsis«, seine Abwehr nicht abgelegt, sagte Schorsch vor Gericht. Hein habe sich nie ganz geöffnet. Zum Hauptvorwurf, der Tötung der Studentin, hat er - nach mehr als zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft - bis zum elften Verhandlungstag geschwiegen.

Er habe so lange geschwiegen, warf ihm einer der Vertreter der Nebenkläger, der Freiburger Anwalt Dr. Heinz Mörder, vor, bis er gemerkt habe, daß die Beweislast erdrückend werde; dann habe er seine Taktik geändert und sich allein den Sachverständigen offenbart. Durch sein danach fortdauerndes Schweigen in der Hauptverhandlung habe er sich kritischen Fragen des Gerichts, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage verweigert.

Mörders Kollege Dr. Rudolf Fenn: »Die Sachverständigen sind durch diese Taktik des Angeklagten mißbraucht worden.«

Sie hatten unter Zeitdruck nachexplorieren müssen. Unausgesprochen stiegen die Erwartungen an die Sachverständigen, die einzigen Auskunftspersonen. Würden sie zusätzliche kriminalistische Details herausbekommen? Würden sie Auskunft geben können über den Wahrheitsgehalt von Heins Angaben? Überdies hatten sie eine Prognose über die Gefährdung und Gefährlichkeit Heins zu erstellen. Wer schickt einen Menschen leichten Herzens auf möglicherweise unabsehbare Zeit in die Psychiatrie? Wer hält den Kopf hin, wenn wieder etwas passiert?

Schorsch äußerte sein Unbehagen unverhohlen. Er sprach von der »Gefahr, einen Probanden unter Druck zu setzen, indem man den Zeitdruck weitergibt«, von der Gefahr auch, ihn zu Aussagen zu bewegen.

Am 10. und 11. Oktober ergänzte der Angeklagte gegenüber den Sachverständigen seine bisherigen Angaben über den Verlauf der Nacht zum 2. April 1988. Wie er mit Studienkollegen, darunter Annette Störig und deren Bruder, in Freiburg zum Essen ging, wie getrunken und diskutiert wurde - zum Beispiel darüber, daß eine Vergewaltigung nach seiner, Heins, Auffassung nicht schwerer wiege als eine Körperverletzung -, wie er und die Geschwister Störig sich gegen drei Uhr früh in Annettes Wohnung ein letztes Glas genehmigten. Wie der Bruder sich bald verabschiedete, weil er die Augen nicht mehr offenhalten konnte.

Nach Heins Angaben geschah danach folgendes: Allein mit Annette, habe er den Wunsch nach Nähe, Schutz und Zuwendung verspürt. Er habe in den Arm genommen werden wollen. Er habe sich an Annette angekuschelt, es sei zu Zärtlichkeiten und einvernehmlich zu Geschlechtsverkehr gekommen. Dann hätten sie nebeneinandergelegen. Er habe dann angefangen zu weinen, Annette habe ihn getröstet. Er habe sich »fallengelassen« und über seinen Kummer mit seiner ehemaligen Freundin berichtet. Er habe sich »aufgehoben, beschützt, verstanden und geborgen« gefühlt.

Plötzlich sei es zu einem abrupten Stimmungswechsel bei Annette gekommen. Sein Ausweinen sei ihr womöglich auf die Nerven gegangen, sie habe abschätzige Bemerkungen über seine frühere Freundin gemacht, sie sei abweisend geworden und habe ihn aufgefordert zu gehen. Es sei für ihn wie eine »kalte Dusche« gewesen, er habe sich plötzlich »fallengelassen gefühlt«, »wie auf den Boden aufgeknallt«, er habe sich »rausgeworfen und alleingelassen gefühlt«. Dies sei eine »schwere Kränkung«, ein »Entwertungserlebnis« gewesen, ähnlich wie bei der ehemaligen Freundin, die ihn auch gleichsam »weggeworfen« hatte.

Dann habe das Telefon geklingelt, er habe gehört, wie Annette den Anrufer in die Wohnung bestellte. Da habe er sich »endgültig abgeschoben und beiseite gestellt gefühlt«. Es sei zu einem Wortwechsel gekommen, in ihm sei eine Wut aufgestiegen wie eine Explosion, er habe sie gewürgt, habe noch in Erinnerung, wie sie blau oder weiß anlief, dann habe er die Augen geschlossen. An ein Messer, an Stechen habe er keinerlei Erinnerung. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als es an der Wohnungstür läutete; als er neben ihr kniete und sah, was er angerichtet hatte.

Bevor er sie ermordete, so Oberstaatsanwalt Heinz-Eugen Restle von Beginn des Prozesses an bis zu seinem Schlußvortrag, habe Björn Hein die Studentin vergewaltigt, so daß das Tötungsdelikt als Verdeckungsmord zu bewerten sei. Vergewaltigt, wie zwei Wochen vor dem Tötungsdelikt auch Karin T., eine flüchtige Bekannte, und davor wiederum seine Freundin, derentwegen er sich bei Annette Störig ausweinte.

Nur die Vergewaltigung von Karin T., nach Aussagen der Zeugin ein sie noch heute quälendes Ereignis, das sich nach dem Sexualakt nachts unter fortwährenden aggressiven Bedrohungen bis zum nächsten Mittag hinzog, gab Hein während der Hauptverhandlung mit kurzen Worten des Bedauerns zu. Kampfspuren, die darauf hindeuteten, daß Annette Störig zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden war, gibt es nicht.

Vor dem Freiburger Gericht trat eine Vielzahl von Zeugen und Zeuginnen auf, »ein Kaleidoskop« aus dem Leben Björn Heins, wie es Barbara Kramer, auch sie Vertreterin einer Nebenklage, nannte, die den Angeklagten und das Tatopfer aus ihrer Sicht schildern sollten. War er freundlich? Merkwürdig? Wirkte er bedrohlich? War sie zurückhaltend? Oder eher freizügig im Umgang mit Männern?

Die Zuhörer erfuhren, daß es im Haus Störig obligatorisch war, ein Nachthemd zu tragen. Daß Annette in ihrer spontanen Art, ohne es zu wollen, recht verletzend sein konnte. Daß sie eine Faszination ausgestrahlt habe, die ihr nicht bewußt gewesen sei. Daß sie zu Intimkontakten nur bereit gewesen sei, wenn der ganze Tag harmonisch verlaufen war. Daß sie mit Hein kameradschaftlich umging, daß sie mit Hein vor Jahren wohl ein Liebesverhältnis hatte. So viele Zeugen, so viele Bilder und Eindrücke und Meinungen, schwarz, weiß, grau.

Es gibt die Aussagen von Heins ehemaliger Freundin, die er heiraten wollte und die ihn eines Tages anzeigte, weil er sie dreimal vergewaltigt habe. Ähnlich wie Karin T. beschrieb sie vor Gericht, wie Hein auf Frauen bedrängend, terrorisierend, bemächtigend wirken konnte. Hat Björn Hein, zumindest zeitweise, vielleicht gar nicht gemerkt, wie er auf andere Menschen wirkte? Hat er gedroht, Gewalt angewendet, ohne sich dessen bewußt gewesen zu sein? Ist ein einverständlich begonnener Kontakt mit Annette Störig von ihm unbemerkt umgeschlagen in Bedrohung?

Ein mit Annette Störig befreundeter Rechtsreferendar rief am Karsamstag um acht Uhr früh an. Er wollte mit der Studentin zum Schwimmen gehen. »Aus ihrer Stimme merkte ich, daß was nicht stimmt. Ich fragte: Wie gehts? und bekam keine Antwort. Im Hintergrund stimmte irgendwas nicht. Hast du Besuch? fragte ich. Sie sagte nichts, nur: Joachim, bitte, komm schnell. Hast du psychische Probleme? fragte ich. Sie sagte wieder: Komm bitte, schnell. Ich schlug ihr noch vor, ob wir uns nach dem Schwimmen in der Stadt treffen wollen. Nein, bitte komm gleich, sagte sie noch einmal. Ihre Stimme hörte sich an wie von einem Menschen in echten Problemen. Ihre Stimme war total verändert.«

Auf dem Tisch, auf dem das Telefon stand, fand man einen bekritzelten Zettel, dem man mit sehr viel Phantasie und Absicht die Worte »er war es« und »Björn Hein« entnehmen konnte. Ein Schriftsachverständiger hielt dieses Beweismittel im Gegensatz zum Staatsanwalt für nicht verwertbar. Nicht ganz auszuschließen sei, daß der Zettel »mit verzweifelter und schnell erlahmender Kraft geschrieben wurde«.

Auf den Sachverständigen als den einzigen Gesprächspartnern Heins lastete der Druck weiterer Aufklärung. Schorsch spricht in seinem Gutachten offen darüber:

»Er (Hein) ist retentiv, er bringt emotional nichts rüber, man bekommt keinen rechten Kontakt, wenig Zugang zu ihm. In der Hauptverhandlung sitzt und schreibt er unentwegt und protokolliert das Geschehen. Er sieht sich die Lichtbilder an, zeigt kaum Regungen, als gehe ihn dies alles gar nichts an, was im übrigen nicht heißt, daß er keine Regungen hat. Zu den Vorwürfen . . . schweigt er, als gäbe es dazu nichts zu sagen. All dies nimmt gegen ihn ein und schafft zumindest eine erhebliche innere Distanz zu ihm.«

Dies sei für die Begutachtung ein gravierendes Problem und eine erhebliche Erschwernis, fährt Schorsch fort. »Die Gefahr ist sehr groß, diese kühle Distanz, diese Kontaktbehinderung unreflektiert . . . umzudefinieren und sozusagen ,kurzen Prozeß' zu machen im Sinne einer negativen Charakterisierung der Person mit Adjektiven wie: anmaßend, herablassend, gefühllos, selbstmitleidig, unecht, sentimental, unbeeindruckbar, arrogant usw . . . Es würde bedeuten, zu übersehen und nicht zu reflektieren, daß das, was spontan gegen ihn einnimmt, zugleich der Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung, einer gravierenden psychischen Problematik ist.«

Schorschs Gutachten hat gegen allen »atmosphärischen Widerstand« den Blick freigemacht für die Komplexität und Kompliziertheit der Störungen Heins. Er hat die Familie Hein beschrieben als eine Art »Burg und Festung«, in der im Gegensatz zur fremden, feindseligen, potentiell gefährlichen Außenwelt totale Harmonie herrschte. »Die Familie wird geradezu zelebriert.«

Das Idol ist der Vater, und wer ihn als Zeugen vor Gericht erlebte, begriff, wie weit in dieser Familie die Erkenntnis der Realität abhanden gekommen war. Die Mutter als Zeugin: »Die beiden Männer, Vater und Sohn, fielen auf durch ihr Auftreten. Wenn wir in ein Lokal kamen, merkte ich, wie die Menschen uns ansahen. Jede Sache ist für uns etwas Besonderes gewesen, etwas Feierliches.« Sie sagt auch: »Ich habe immer versucht, so zu sein, wie mein Mann mich sehen wollte . . .«

Als Björn Hein 17 ist, wird seine 14jährige Freundin Marion von ihm schwanger. Die Eltern beider Kinder verständigen sich auf eine Abtreibung. »Wir haben nicht geschimpft, wir waren sehr traurig. Er kannte ja die hohe moralische Auffassung seiner Eltern«, sagt die Mutter. Heins ältere Schwester, eine approbierte Ärztin, berichtet, wie der Junge damals stundenlang geheult habe.

Marion fällt unter den Zeuginnen, meist Freiburger Studentinnen, auf. Sie ist einfach gekleidet, unkompliziert. Sie sagt über Hein: »Er war für mich eine große Jugendliebe. Ich hab' ihn bewundert wegen seiner Art, er hatte nicht soviel Schmarr'n im Kopf wie die anderen. Er war nicht so burschikos. Er ist mir jeden Morgen entgegengefahren mit dem Fahrrad, damit mir nichts passiert. Das war einfach toll.«

Sie hat sich offenbar nicht an seiner Akne gestört, die so stark war, daß er nicht zur Bundeswehr mußte. Der Vater dagegen litt an seinem Sohn: »Wir waren mal in einem Hotel mit Schwimmbad. Da verließen die Leute schlagartig das Becken, wenn ich mit meinem Sohn kam . . .«

Schorsch beschreibt auf dem Hintergrund der Familienstruktur, wie sich bei Hein zur Abwehr seiner Unterlegenheitsgefühle ein »grandioses Ich-Ideal« entwickelt, eine »geliehene Identität«, wie er aggressive Spannungen verleugnen muß. Hein idealisiert Frauen. »Die Frauen auf den Sockel zu heben bedeutet zugleich, sie außer Reichweite zu halten und sie zu verschonen oder sich selbst vor ihnen in Sicherheit zu bringen . . .« Je weniger sich Hein einer Partnerin sicher war, desto mehr hat er sich an sie geklammert, hat sie kontrolliert und belagert. Er macht teure Geschenke, um zu halten, zu binden. Er engt ein.

Er ist einsam, isoliert. Er gibt seiner Waschmaschine und seinem Auto Kosenamen. Wirkliche Freunde hat er nicht. Es sei gar nicht anders vorstellbar, sagt Schorsch, daß den Straftaten »innere Vorgänge von einiger Vehemenz und Brisanz vorausgegangen sind«.

Seiner ersten Liebesbeziehung mit Marion müsse ein Prozeß der Abnormisierung gefolgt sein. Auf die Frau, die ihn später wegen dreimaliger Vergewaltigung anzeigt, muß er erheblichen Druck ausgeübt haben, er muß versucht haben, sie in die Knie zu zwingen. Auf einen Gegenangriff in Form einer Strafanzeige war er nicht gefaßt. Und mit Dingen, auf die er nicht gefaßt ist, kommt er nicht zurecht.

Es kommt zu Rachephantasien, Vergewaltigungsvorstellungen. Er will erniedrigen. Er habe die Freundin, die ihn verlassen hatte, »fertigmachen«, ihr das Studium »versauen« wollen. Und Karin T. habe er vergewaltigt, sagt er, weil er wegen eines solchen Delikts zu Unrecht angezeigt worden war.

Schorsch, vom Gericht auf die Gefährdung und Gefährlichkeit Björn Heins angesprochen, skizziert die fortschreitende Entwicklung einer »aggressiven Innendynamik«. Es habe sich gezeigt, daß bereits alltägliche Ereignisse zu aggressiven Reaktionen führen könnten. Dies hänge mit der schweren narzißtischen Persönlichkeitsstörung Heins zusammen. Es sei mit ähnlichen Durchbrüchen wieder zu rechnen. Die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung sei aus seiner Sicht unbedingt geboten.

Der Psychologe Maisch, der sich in seinem Gutachten nur mit dem Tötungsdelikt befaßte und sich der Frage enthielt, ob bei den Taten eine fortschreitende Steigerung erkennbar sei, hält Heins Persönlichkeitsstörung für so schwer, daß sie unter den juristischen Begriff der »anderen seelischen Abartigkeit« falle. Aber er stellt auch eine Wahrnehmungs- und Bewußtseinseinengung fest, die den juristischen Begriff der tiefgreifenden Bewußtseinsstörung rechtfertige. Dazu kämen als konstellative Faktoren Alkohol und Ermüdung.

Oberstaatsanwalt Restle forderte eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und anschließende Sicherungsverwahrung. Er hielt die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung für rechtlich nicht begründbar - eine Affekttat, begangen in alkoholisiertem Zustand . . .

Was soll mit Hein geschehen? Was wird mit ihm geschehen? Der Schatten des Roland Steigerwald lastet auf dem Freiburger Gericht. Heins Verteidiger, Dr. Ferdinand Gillmeister, ist an seiner Seite das Risiko des Schweigens bis zum letztmöglichen Augenblick eingegangen.

Am Abend vor der Tat hat Hein zu Freunden gesagt, einem Juristen, wenn er es klug anstellt, sei Mord nicht nachzuweisen. Er hat sich mit Mühe bis zum fünften Semester durchgekämpft. Er meint, ein verbreiteter Irrtum, ein Jurist vertrete seine eigene Sache am besten. Am Freitag dieser Woche soll das Urteil gesprochen werden. o

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